Die Erde bebauen und bewahren – Kirchspiel Herleshausen-Nesselrden

Die Erde bebauen und bewahren

„Eine Hand voll Erde, schau sie dir an“: Ein modernes Kirchenlied stand im Mittelpunkt des ersten Feierabendgottesdienstes, zu dem die Evangelische Kirchengemeinde Herleshausen am Freitagabend auf den Gärtnerhof „Im Zipfel“ eingeladen hatte. Ruhestandspfarrer Dr. Manfred Gerland begrüßte die Besuchenden auf einer schattigen Wiese hinter den Gewächshäusern am Hahnhofsweg.

Wer wollte, konnte sich – wie es das Lied anregt – eine Hand voll Erde nehmen und sie sich genau anschauen. „In einer Hand voll Erde finden sich mehr Lebewesen wieder, als es Menschen auf der Welt gibt“, erklärte Gerland. In seiner Predigt suchte er nach einem emotionalen Zugang zum Thema Schöpfung. Das Staunen über die Schönheit der Natur führe uns schließlich in die Verantwortung, die Schöpfung zu bebauen und zu bewahren, wie es in der Bibel heiße.

Dem schlossen sich die beiden Gastgeber, Dirk und Ina Vehlewald, an. In einem Interview gaben sie Einblicke in ihre Arbeit. Auf dem Gärtnerhof bauen sie Obst und Gemüse nach ökologischen Kriterien an. „Wir wollen die Erde so hinterlassen, dass nachfolgende Generationen noch etwas mit ihr anfangen können“, sagte Vehlewald. Die Feldarbeit sei mitunter schweißtreibend, aber auf jeden Fall erfüllend. Der Gottesdienst wurde unterdessen von Beate Bussas am E-Piano und an der Gitarre sowie Pfarrerin Katrin Klöpfel als Kirchensängerin musikalisch begleitet.

In loser Folge lädt die Kirchengemeinde Herleshausen zu Feierabendgottesdiensten ein. Sie finden an einem Freitagabend in Kooperationen mit Vereinen und Privatpersonen im Ort statt. Der Freitag markiere gemeinhin den Übergang zwischen Arbeitswoche und Wochenende und sei mit einem positiven Gefühl verbunden, erklärt Gerland, der das Format aus der Taufe gehoben hat. An dieses gute Gefühl wolle man mit den Gottesdiensten anknüpfen.

Foto: Henrik Heinicke

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